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App-Store-Screenshot-Design und A-B-Test: ein praktischer Leitfaden

Wie du ein Screenshot-Set entwirfst, das den Wert schnell vermittelt, und wie du es auf deinem eigenen Eintrag mit Apple PPO und Google-Play-Experimenten testest.

App-Store-Screenshots haben genau eine Aufgabe: den Wert des Produkts schnell zu vermitteln, an jemanden, der ein Suchergebnis überfliegt und sich halb schon entschieden hat, weiterzugehen. Sie sind keine Galerie deiner schönsten Screens. Sie sind das Argument dafür, warum diese App einen Download wert ist, überwiegend in Bildern erzählt und in wenigen Sekunden gelesen.

Dieser Leitfaden zeigt, wie du ein Set entwirfst, das diese Aufgabe erfüllt, und wie du es anschließend sauber auf deinem eigenen Eintrag testest, statt zu raten.

Die ersten zwei Slides tragen das Gewicht

Sowohl im App Store als auch bei Google Play sieht ein stöbernder Nutzer deinen ersten Screenshot oder zwei, ohne zu scrollen. Alles danach ist freiwillig: Zu Slide fünf kommt nur, wer durch Slide eins und zwei überzeugt wurde. Behandle die ersten Slides also als Schlagzeile, nicht als Einleitung. Deine stärkste Aussage gehört hierhin, in Worte, die man in Thumbnail-Größe lesen kann.

Dieser letzte Punkt zählt mehr, als Designer erwarten. Deine Kreativ wird zuerst in einem Bruchteil ihrer echten Größe beurteilt, in einer scrollenden Reihe. Wenn der Text erst in voller Auflösung lesbar wird, ist er praktisch nicht da. Verkleinere dein Set auf Thumbnail-Maßstab und prüfe, ob die Aussage weiterhin ankommt.

Verkaufe das Ergebnis, nicht die Oberfläche

Es gibt grob zwei Ansätze. Der eine setzt eine saubere Aufnahme der Oberfläche in einen Geräterahmen. Der andere stellt eine große typografische Aussage über einen beschnittenen Rahmen, sodass die Worte die Botschaft tragen und der Screen sie nur stützt. Der zweite schneidet meist besser ab, weil ein Bild einer Oberfläche wenig bedeutet für jemanden, der noch nicht weiß, wozu das Produkt da ist. Führe mit dem Nutzen; lass den Screen ihn belegen.

Halte über das ganze Set eine klare visuelle Hierarchie und eine erzählerische Reihenfolge. Slide eins nennt das Kernversprechen, die nächsten führen die wichtigsten Funktionen oder Momente aus, und die Reihenfolge sollte sich bewusst anfühlen und nicht wie ein zufälliger Rundgang durch die Tabs.

Teste auf deinem eigenen Eintrag, eine Variable nach der anderen

Beide Stores lassen dich Kreativ mit echtem Traffic testen, und das solltest du auch. Apples Product Page Optimization (PPO, Optimierung der Produktseite) lässt dich bis zu drei Treatments deines Icons, deiner Screenshots oder deiner Preview gegen das Original laufen und messen, was am besten konvertiert, bis zu 90 Tage lang. Google Plays Store-Listing-Experimente (store listing experiments) führen den entsprechenden A-B-Test der Eintrags-Assets durch, teilen deinen Traffic auf und melden den Gewinner.

Die Disziplin, die einen Test lohnenswert macht, ist einfach: Ändere eine Variable nach der anderen. Wenn ein Treatment die Schlagzeile von Slide eins, die Farbe und den Geräterahmen gleichzeitig tauscht, sagt dir ein Sieg nichts darüber, welche Änderung ihn verursacht hat. Isoliere das, worüber du wirklich etwas lernen willst, und gib dem Test dann genug Traffic und genug Kalenderzeit, um sich einzupendeln. Beide Stores empfehlen, ihn mindestens eine volle Woche laufen zu lassen, damit sich Wochentagseffekte ausgleichen.

Und teste auf deinem Eintrag. Du kannst keinen A-B-Test machen, indem du einen Rivalen kopierst: Sein Publikum, sein Preis und seine Marke sind alle anders, also ist seine erfolgreiche Kreativ ein Beleg über sein Produkt, nicht über deins. Wenn du separate Kreativ für eine bestimmte Kampagne oder Zielgruppe willst, sind Apples custom product pages das Werkzeug dafür.

Nutze Wettbewerber als Input, nicht als Vorlage

Die Screenshots von Rivalen zu studieren ist legitime und nützliche Recherche. Der ehrliche Weg dazu ist, ihre Assets in voller Auflösung zu ziehen, nicht auf die Thumbnails zu schielen, die der Store ausliefert. Der Gratis-Extractor holt dir das ganze Set in nativer Größe in wenigen Sekunden, und unser Leitfaden zur Wettbewerbsrecherche erklärt, worauf du achten solltest.

Der Sinn ist, die Konventionen der Kategorie zu lernen und die Lücke zu finden, nicht zu kopieren. Wenn alle Wettbewerber mit derselben Aussage führen, ist das vermutlich die Aussage, die du nicht wiederholen solltest. Öffentliche Bilder herunterzuladen, um sie zu studieren, ist gängige Wettbewerbspraxis; der rechtliche Artikel behandelt, wo diese Grenze liegt. Ihr Layout oder ihre Assets in deinen eigenen Eintrag zu übernehmen ist etwas anderes, und es führt ohnehin meist zu einem schlechteren Eintrag.

Eine praktische Checkliste

  • Halte Text und wichtige Elemente innerhalb sicherer Ränder, damit nichts Wichtiges von abgerundeten Ecken oder dem Geräterahmen abgeschnitten wird.
  • Nutze einen einheitlichen Geräterahmen und ein einheitliches visuelles System über das ganze Set, damit es sich als eine Geschichte liest und nicht als fünf zusammenhanglose Poster.
  • Lokalisiere den Text in den Screenshots, nicht nur die Store-Beschreibung. Englischer Text auf einem japanischen Eintrag kostet dich still und leise.
  • Baue echte Tablet-Sets, neu komponiert für die breitere Fläche, statt gestreckter Telefon-Slides. Prüfe die genauen Screenshot-Größen für jedes Gerät, bevor du exportierst.

Sobald dein Set live ist, lohnt es sich zu wissen, wann Wettbewerber ihres ändern, denn eine Verschiebung in der Kategorie ist ein Signal, deins zu überdenken. Unsere Änderungs-Alerts beobachten die Einträge der Rivalen und sagen dir Bescheid, wenn sich die Kreativ bewegt.

Geschrieben von

Entwickelt Tools für Commerce und App-Marketing. Director von Studio Future.

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